Wesentlich in meinen Arbeiten ist der klare Blick auf das Leben.
Den Beginn machten Arbeiten, die gemeinsam mit Susanne Pirker entstanden, in denen wir zu „Zweit am Bild“ unsere Alltagsthemen, Vorstellungen und Gefühle in abstrakter Form abwechselnd mit Pinsel und Spachtel fest hielten.
In weiterer Folge suchte ich alleine nach künstlerischen Wegen. In der konkreten Malerei fand ich eine klare Abgrenzung zum vorangegangenen Schaffen. Neu positioniert, setzte ich so mit der Gestaltung von Schuh- und Fußbildern meine Arbeit fort. Der Schuh verrät viel über den Menschen, dessen Lebensweise, Vorlieben und Wünsche, er wird vom bloßen Bekleidungsstück zum Ausdrucksmittel. Im Sommer können wir uns der Schuhe entledigen, unsere Füße sind frei; wohin setzen wir sie, was muten wir ihnen zu, was gestatten wir ihnen? „Grasige Frische“, „sandige Wärme“,„eisige Nässe“ oder „luftige Kühle“, zahlreiche Gefühle werden über die Fußsohlen aufgenommen und erfüllen den Körper. All das wird durch gezielte Bildausschnitte und dynamischen Farbauftrag vermittelt.
In weiterer Folge näherte ich mich der Darstellung von Bewegung, sowohl von einzelnen Körperteilen wie auch komplexen Bewegungsabläufen. Nach dem ich den Auftrag erhielt, Titelbilder für ein Magazin zum Thema Schulter, Knie, Hüfte und Wirbelsäule zu gestalten, tauchte ich schon bald in die Sportthematik ein, wobei die Auswahl des Darstellungsmoments entscheidend war. Auch wenn nur kleine Ausschnitte gezeigt werden wie bei „Tanz“, „Sprung“ oder „Hulla Hüft“ ist der gesamte Ablauf klar erkennbar, die Gedanken führen die Bewegung weiter wo das Bild längst endet. Der Bildhintergrund wird nur durch ein oder zwei Farben gefüllt und erhält dadurch atmosphärischen Charakter, der Bildraum wirkt geschlossen. Es ist nicht mein Ziel, eine möglichst korrekte Darstellung des Körpers aufzuzeigen, sondern die sportliche Aktion in ihrer Ganzheit zu erfassen. Die Kraft der Farben wird dem oft flüchtig hingeworfenen Pinselstrich entgegengesetzt um somit die Dynamik der jeweiligen Sportart spürbar zu machen, sowohl die Anstrengung als auch die beglückenden Momente.
Die positive Fülle des Lebens, der Familie und Freunde war und ist ein Schwerpunkt in meinen Arbeiten, es sind die zufällig eingefangenen unprätentiösen Momente die sie bestimmen. Vielfältige Farbnuancen in konkreten Darstellungen bilden Empfindungen und Gefühlswelten ab. Der Bildausschnitt steht im Fokus, er gibt sowohl das Thema als auch die Aussage des Selben vor. „Die Hosentruppe“ zeigt z.B. den Zeitgeist des neuen Jahrtausends, die lässige, unkonventionelle Haltung der Jungen wird durch die lockere, schnelle Malweise mit Spachtel und breitem Pinsel hervorgehoben. Der raue, unebene Malgrund steht für die zu bewältigenden Hürden der jungen Generation.
Auf der Suche nach neuen Ausdrucksmitteln wende ich mich aktuell unmittelbaren Werkstoffen zu. Das Holz erlaubt es mir in die Welt des Waldes einzutauchen, es in seiner Lebendigkeit, Vielschichtigkeit und Deutungsbreite aufzuzeigen. In Form der Assemblage, in der die Dreidimensionalität besonders anschaulich wird, ist die Umsetzung von Bewegung und Stärke des Materials ein zentrales Anliegen. Es bringt die Natur in den Raum und lässt so das Innen und Außen ineinander übergehen.
Das Hervorrufen von Lebenslust und die Freude am Malen sind zwei Dinge die für mich nicht zu trennen sind.